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!!! Neue Webseite: www.insearchofeurope.de !!!

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Abbildung Header: © Filipa César, The Embassy, 2011

Europa Finden: Vermessung des Möglichen in Afrika und im Nahen Osten ist ein interdisziplinäres Forschungs- und Ausstellungsprojekt, das von 2010 bis 2014 am Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO) in Berlin angesiedelt ist und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert wird.
ISOE
ist der englische Titel und steht für In Search Of Europe.

Ein besonderer Schwerpunkt des Projektes ist der Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft. Unter der kuratorischen Leitung von Daniela Swarowsky mündet ISOE exhibition Ende 2013 in eine Kunstausstellung mit Rahmenprogramm im Berliner Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien.

 
 
 
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bmbf
 

Das Kunst- und Ausstellungsprojekt mit dem Arbeitstitel ISOE fungiert als gleich-berechtigter Partner der Wissenschaft. Mit eigenen empirischen Mitteln sowie in Zusammenarbeit mit den beteiligten ForscherInnen werden die Fragestellungen
von In Search of Europe systematisch und kritisch aufgearbeitet.

Im Zentrum von ISOE steht die Frage nach der Wahrnehmung des Selbst in der Auseinandersetzung mit dem Anderen. Dabei geht es uns nicht darum, wie Menschen in Afrika und dem Nahen Osten Europa sehen, sondern sie sich selbst, ihr Leben und ihre Zukunftsentwürfe. Wie gestalten sie ihr Leben? Welche Handlungsspielräume entwerfen sie angesichts schwieriger Lebensumstände? Wie erleben sie die Notwendigkeit, sich immer wieder an den im Westen gesetzten Standards messen zu müssen?

Mit ISOE haben wir ein Projekt entwickelt, das gezielt Grenzen überschreitet. Es
findet eine fächerübergreifende Zusammenarbeit von KünstlerInnen mit Sozial- und KulturanthropologInnen sowie IslamwissenschaftlerInnen statt. Dabei steht nicht eine bestimmte Region oder lokale Gruppe von Menschen im Mittelpunkt, vielmehr geht es uns um konkrete soziale und historische Erfahrungen, die von vielen Menschen in der Welt geteilt werden. Gleichzeitig bieten diese Erfahrungen aber einen fruchtbaren
Boden für kreative Auseinandersetzungen mit möglichen Zukunftsentwürfen.

Ziel des Projekts ist es, ein interdisziplinäres, empirisch fundiertes und theoretisch reflektiertes Verständnis von den Auseinandersetzungen mit Europa als einer Metonymie des Möglichen zu gewinnen, und zwar sowohl in ihren bejahenden als auch in ihren negierenden Formen.Als Metonymie bezeichnet man eine rhetorischer Figur, in der ein Wort durch ein anderes ersetzt wird, wobei beide in einer realen Beziehung zueinander stehen. Mit anderen Worten, untersucht werden -ausgehend von Europa als einer existierender Größe- deren erweiterte Bedeutungen und wie diese in Erscheinung treten. Im Fokus steht dabei die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Handlungs- und Möglichkeitsräumen.

So befinden sich auch Jahrzehnte nach Ende des Kolonialismus viele Menschen in großen Teilen der Welt in einer Situation, in der die Suche nach gesellschaftlichen Reformen und einem besseren Leben häufig in einem Vergleich mit Europa mündet. 
Auch Jahrzehnte nach Ende des Kolonialismus befinden sich Menschen in großen Teilen der Welt in einer Situation, in der die Suche nach gesellschaftlichen Reformen und einem besseren Leben häufig in einem Vergleich mit Europa mündet. Viele Standards werden nach wie vor im "Westen" gesetzt; in der Wirtschaft, durch Vorherrschaft gewisser Sprachen, in Stadtplanung, Bildungswesen und Staatlichkeit. Ethnologische und historische Studien in Ägypten, der Türkei, Mozambik, in Frankreich und dem Senegal eröffnen ein besseres und tieferes Verständnis sowohl von der Rolle Europas aus einer Außenperspektive, als auch von der gesellschaftlichen Bedeutung der Auseinandersetzung mit dem Möglichen überhaupt.

Aber setzt Europa nach wie vor diese Standards? War die Welt jemals säuberlich in Zentrum und Peripherie geteilt? Mit dem Blick auf Kreativität, politische Ideologien, Reisen und Migration nimmt die Forschergruppe Bezug auf ausgewählte Momente in Geschichte und Gegenwart. Hierbei geht es darum, ein besseres Verständnis darüber zu entwickeln, wie Menschen sich an die Vergangenheit erinnern, nach einer besseren Zukunft streben, oder aber über Alternativen nachdenken in einer Welt, die ungleich, aber stets im Wandel ist.

Das Thema, mit dem sich die Forschergruppe befasst, bietet sich ganz besonders für kreative und künstlerische Formen der Wiedergabe an. Das Forschungsprojekt wird deswegen von Anfang an von einem Kunstprojekt begleitet.