1. Fortschritte der ZMO-Bibliothek
Im Zeitraum von 2008-2012 stellten sich die MitarbeiterInnen der Bibliothek folgenden Herausforderungen: Die Bibliothek wird von einer steigenden Zahl an ZMO-MitarbeiterInnen, WissenschaftlerInnen, StudentInnen sowie auswärtigen Gästen frequentiert; Einführung eines umfassenden elektronischen Bibliothekssystems; Teilnahme an Verbundkatalogisierung; Transkription aller arabischen Katalogdaten gemäß ISO-Norm; zusätzliche Katalogisierung in arabischer Originalschrift; elektronische Erfassung und Digitalisierung bedeutender Archivbestände; Online-Abo von ca. 14.000 elektronischen Zeitschriften; Erfassen aller seit 1992 abonnierten Zeitschriften in GBV und ZDB; mehrmaliges Umräumen des gesamten Magazinbestandes an Büchern, Zeitschriften und Archivmaterialien im Zusammenhang mit den Bauarbeiten zur Trockenlegung der Kellerräume; Einführung einer Freihandaufstellung nach DDC und Einrichtung von Computer-Arbeitsplätzen im Lesesaal. Trotz dieser zu dem laufenden Betrieb (z. B. Bestellung, Einarbeitung, Signierung und Katalogisierung von Neuerscheinungen sowie von Monographien und Zeitschriften aus Nachlässen, Ausleihe einschl. der Führung der Benutzerkonten, Auskunftsdienst, Betreuung von Gästen, Bibliotheksführungen, Einführungsveranstaltungen, Bücherpräsentation) hinzukommenden Belastungen gelang es den Bibliotheks-MitarbeiterInnen, stetig mehr Neuerwerbungen in den Bestand aufzunehmen, bis schließlich im Jahre 2011 mehr Medieneinheiten eingearbeitet werden konnten als jemals zuvor. Seit 2008 wurden erstmals auch Geschäftsbeziehungen begründet für den Erwerb von Forschungsliteratur aus Kurdistan, Irak, Türkei und Iran.
Bibliotheksverbund
Im Jahre 2010 trat die Bibliothek des ZMO dem Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) bei. Damit ist nun das gemeinsame Katalogisieren mit wichtigen orientwissenschaftlichen Bibliotheken (Sondersammelgebiet Halle, Staatsbibliothek Berlin, Orient-Institute-Beirut und Istanbul, Uni-Bibliotheken Jena, Erfurt, Gotha, Göttingen, Hamburg, Kiel) in einer Verbunddatenbank möglich. Durch die Mitgliedschaft im GBV sind die Bestände des ZMO auch im Karlsruher Virtuellen Katalog / KVK – sowie ab 2012 auch in WorldCat – erfasst, was zur Folge hat, dass nun zahlreiche NutzerInnen, welche das ZMO bislang nicht kannten, auf unsere Bestände aufmerksam werden. Die Mitgliedschaft im GBV war verbunden mit der Einrichtung des elektronischen Bibliothekssystems Pica , umfassender Software für Katalogisierung und Erwerb sowie der Einführung der DMG-Transkription (entsprechend der international geltenden Norm ISO 233 für die Umschrift arabischer Buchstaben) rückwirkend auf alle Katalogdaten arabischer Titel (ca. 15000 Bände). Teilweise konnten die Titel maschinell an bereits in der Verbunddatenbank vorhandene Datensätze angehängt werden. Ca. 8000 vor allem arabische Titeldatensätze mussten manuell überarbeitet und an die geltenden Normen anpasst werden. Seit 2011 umfasst die Katalogisierung arabischer Titel auch die Eingabe der arabischen Originalschrift. Entsprechend dem GBV-Konzept werden seit 2011 alle vom ZMO abonnierten Zeitschriften über das neue Lokalsystem LBS4 mit dem Erwerbungsmodul ACQ verwaltet. Dies beinhaltete die Verzeichnung des gesamten Bestandes an Zeitschriften, die seit Bestehen des ZMO abonniert wurden, entsprechend den in Deutschland geltenden Normen in der zentralen Katalogdatenbank des GBV. Von dort werden sie dann in die Zeitschriftendatenbank (ZDB) eingespielt, womit das ZMO auch in diesem bundesweiten Nachweisinstrument für Zeitschriften integriert ist.
Nachlässe – Druckschriften
Im Jahre 2008 konnte die Einarbeitung von ca. 12000 Bänden aus der Privatbibliothek von Prof. Dr. Fritz Steppat abgeschlossen werden und bis 2011 die Einarbeitung von ca. 1700 Bänden aus dem Nachlass von Prof. Dr. Gerhard Höpp . 2011 konnten zudem alle Bücher eines weiteren bedeutenden Nachlasses eingearbeitet werden, welcher der Bibliothek vier Jahre zuvor anvertraut worden war – die Hinterlassenschaft des Nahost-Korrespondenten der FAZ, Dr. Harald Vocke . Es handelt sich um rund 20 Regalmeter Bücher und Akten, welche zunächst von Würzburg nach Berlin transportiert werden mussten. Hervorzuheben ist z. B. Vockes Sammlung an Primärquellen (grauer Literatur) der Maroniten aus der Zeit des libanesischen Bürgerkrieges. Die Nachlässe umfassen zum größten Teil arabischsprachige Forschungsliteratur.
Im Laufe des Jahres 2008 wurden der Bibliothek drei weitere Büchersammlungen anvertraut: von den Islamwissenschaftlern Georges Khalil und Rainer Glagow sowie von Heinz Albach , welcher 1978 bis 1982 als Wirtschaftsattaché in der deutschen Botschaft von Teheran diente und so Augenzeuge der islamischen Revolution wurde . Die Büchersammlung von Heinz Albach konnte 2009 vollständig in den Bestand der Bibliothek eingearbeitet werden. 2010 ließ der Wissenschaftler Friedhelm Hoffmann der ZMO-Bibliothek eine private Schenkung arabischer Forschungsliteratur zukommen. Zudem tätigte er im Auftrag der Bibliothek in verschiedenen nordafrikanischen Ländern umfassende Bücherkäufe. 2011 vermachte die Witwe des Botschafters a. D. Dr. Rudolf Schmidt dessen private Büchersammlung der Bibliothek des ZMO. Im gleichen Jahr wurden arabischsprachige Zeitungen der Jahre 1984-2009 aus Saudi-Arabien, Irak, Ägypten und Kuwait im Umfang von 90 Umzugskisten chronologisch sortiert und in einem geeigneten Raum zugänglich gemacht.
Nachlässe – Archivmaterialien
Seit 2006 wird der umfangreiche Aktennachlass von Prof. Dr. Gerhard Höpp (127 Archiv-Kisten) katalogisiert. Dieser beinhaltet vor allem Dokumente zu den Themen Arabische Begegnungen mit dem Nationalsozialismus , Muslime in Deutschland vor 1945 , Essad Bey , Demokratiebewegung und Aufstände in den Golfstaaten zur Zeit des Kalten Krieges . Hierbei handelt es sich beispielsweise um Aufzeichnungen von Augenzeugen der Ereignisse oder handschriftliche Protokolle von Versammlungen politischer Gruppen. Als erste Maßnahme wurden 2007-2008 die Autographe und Originale in der Datenbank Kalliope (zentraler Sucheinstieg für Nachlässe und Autographen in Deutschland) verzeichnet.
In einem langfristig angelegten Projekt werden seit 2007 die Titeldaten aller Archivmaterialien in ein von uns entwickeltes Elektronisches Findbuch eingegeben. Die Titeldaten werden mit den gescannten Abbildungen der Dokumente verknüpft und nur diese gescannten Abbildungen für die Benutzung freigegeben. In allen Fällen, bei denen dies aus rechtlichen Gründen bzw. aus Gründen des Schutzes der Privatsphäre bedenklich erscheint, bleibt der Zugriff auf die Materialien durch ein Passwort geschützt. Obwohl erst 70 % der Dokumente aus dem Aktennachlass von Prof. Gerhard Höpp online erschlossen und digitalisiert sind, konnte für den Zeitraum 30.11.2010 – 30.10.2011 die enorme Nachfrage von 12523 externen Zugriffen auf die Website des Elektronischen Findbuches nachgewiesen werden.
Weitere Maßnahmen
Seit 2006 besteht Zugang zu Elektronischen Zeitschriften im Rahmen der EZB sowie zu zahlreichen Online-Angeboten im Rahmen der Nationallizenzen. Den Zugang haben wir für alle drei GWZ-Zentren in Berlin freigeschaltet (ca. 14000 kostenpflichtige Online-Journals Ende 2011). Seit dieser Zeit ist der Lesesaal mit geräumigen Internetarbeitsplätzen ausgestattet, es existiert eine systematische Freihandaufstellung nach der Dewey Decimal Classification ( DDC) und ein kundenfreundlicher Eingangsbereich mit Ausleihtheke einschließlich grundlegenden Nachschlagewerken sowie Recherchemonitor für die Nutzerberatung. 2008 wurde eine umfassende Inventur hinsichtlich aller ausgeliehener Titel durchgeführt. Die Zahl der vermissten Bücher und die Zahl der auf einen falschen Namen ausgeliehenen Bücher konnte erheblich verringert werden. So war es möglich, bei bis zu 50% der Daten mancher Benutzerkonten, fehlerhafte Zuweisungen von Ausleihen zu ermitteln, zu korrigieren und damit auf den aktuellen Stand zu bringen. Die Menge der als ausgeliehen vermerkten Bücher verringerte sich dadurch um ca. ein Drittel.
Umfassende Bestandserhaltungs- und Restaurierungsmaßnahmen im Hinblick auf den orientgeschichtlichen Teilbestand der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR erfolgten 2009 und 2010. Zuletzt (2010) waren 89 Bücher durch Feuchtigkeit geschädigt worden und mussten unter einer Reinluftwerkbank behandelt werden. Somit war der Handlungsbedarf hinsichtlich einer Erneuerung der Abdichtung der Außenwände des Kellergeschosses deutlich geworden. Umgehend wurden daher 2011 die notwendigen Maßnahmen zur Trockenlegung durchgeführt. Der gesamte Magazinbestand des ZMO musste innerhalb des Kellergeschosses ständig so umgelagert werden, dass in den jeweils freigeräumten Bereichen die Bauarbeiten durchgeführt werden konnten. Dies bot auch die Gelegenheit einer kompletten Neustrukturierung der Magazinaufstellung. Die historisch gewachsene verstreute Aufstellung wurde bereinigt und alle Bestände nun als geschlossene Blöcke nach der Häufigkeit ihrer Nutzung geordnet aufgestellt. Zudem befinden sich Neuerwerbungen, Nachlässe, Zeitschriften und Archivmaterialien nun in separaten Kellerabschnitten. Durch diese Bereinigung der Aufstellung und das rationelle Zusammenführen von einzelnen Bestandsgruppen konnte Stellfläche für zukünftige Bücherkäufe gewonnen werden. Zudem ließen sich insges. 340 Regalmeter Stellfläche im Magazin durch den Aufbau nachgekaufter Regalteile in den Jahren 2006, 2011 und 2012 gewinnen.
Die Bibliothek organisierte auch Veranstaltungen bzw. beteiligte sich mit Vorträgen: 06.06. – 21.09.2007 Ausstellung im Lesesaal Philipp Schaeffer 1894 – 1943, Orientalist, Bibliothekar, Widerstandskämpfer (konzipiert von Dr. Hans Coppi und Karl-Heinz Lehmann im Auftrag der Gedenkstätte Deutscher Widerstand) einschl. Vortrag von Dr. Hans Coppi am 07.07.2007; 17.02. 2010 Vortrag von Thomas Ripper auf dem 2. Arbeitstreffen Fachinformation Orientalistik Vorderer Orient / Nordafrika an der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle Aufbau eines elektronischen Findbuches für die Archivmaterialen am Zentrum Moderner Orient ; 30.06.2010 (aus Anlass des 50. Jahrestages der Unabhängigkeit des Kongo) Vorführung des Films Cuba, une odyssee africaine am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der HU-Berlin; 23.09.2010 Vortrag im Lesesaal von Dr. Mohamed Diagayeté (Institut des Hautes Etudes et de Recherches Islamiques – Ahmed Baba, Timbuktu) über die Erschließung arabischer Manuskripte in Timbuktu.
2. Perspektiven der ZMO-Bibliothek
Bibliotheksverbund
Rückwirkend für alle Katalogdaten arabischer Titel aus Altbeständen des ZMO (ca. 15000) wird die Transkription entsprechend der international geltenden Norm ISO 233 für die Umschrift arabischer Buchstaben sowie die komplette Aufnahme in arabischer Originalschrift weiter ergänzt. Die Zusätze in arabischer Originalschrift sind zurzeit nur im zentralen Katalog des GBV sichtbar. In Zukunft werden die arabischen Buchstaben auch im Lokalkatalog angezeigt werden und in beiden Systemen wird eine Suche in arabischer Originalschrift möglich sein. Die internationale Verknüpfung der Daten über Verbünde und Metasuchmaschinen sowie die Nutzung der Daten in der arabischsprachigen Welt und bei arabischsprachigen Gästen wird so erleichtert. Zu bedenken ist nämlich, dass die meisten Länder in ihren regionalen Transkriptionssystemen von der Norm ISO 233 (welche z. B. in Frankreich und Deutschland verwendet wird) abweichen und dass aufgrund der Komplexität der Transkriptionssysteme häufig Fehler in den Katalogdaten auftretenden. Eine exakte Suche und ein sinnvoller Datenaustausch werden daher nur über die arabische Originalschrift möglich sein. Diese Argumente sollten den Aufwand der im Verbund des GBV betriebenen kooperativen Ergänzung der Katalogdaten arabischer Titel durch die Aufnahme in arabischer Originalschrift rechtfertigen.
Hinsichtlich unserer Lesesaalsystematik Dewey Decimal Classification ( DDC) ist im Verbundkatalog des GBV bereits eine einfache Verknüpfung der Titel nach den Zahlencodes der DDC umgesetzt. In Zukunft wird auch eine hierarchische Suche im Verbund- und Lokalkatalog mittels dieser Systematik angestrebt. Damit wäre ein virtuelles Browsen im Katalog entsprechend dem Browsen in unserer Lesesaal-Freihandaufstellung möglich. Eine rückwirkende Ergänzung von Katalogdaten mit den komplexen Codes der Klassifikation schafft somit einen virtuellen Freihandbereich für Bücher aus dem Magazinbestand. Aufgrund der streng hierarchischen Struktur lassen sich im Code Zahlen weglassen oder ergänzen und damit die Treffermenge erweitern oder einschränken, je nach dem gewünschten Grad der Beziehung zu einer exakt formulierten Definition. Diese Definition kann zwar manuell in übersichtlichen Auswahlmenüs zusammengestellt werden (über das Retrievaltool Melvil Search , z. B. im GBV: http://melvil.d-nb.de/melvilsearch?bs=gbv ), aber sie erscheint auch bei angeklickten Titeln und könnte in Zukunft vom Nutzer direkt abgewandelt werden.
In Anbetracht der steigenden Frequentierung der Bibliothek und der zunehmenden Fluktuation von WissenschaftlerInnen wäre perspektivisch die Einrichtung des OUS- Ausleih moduls für unser PICA-Bibliothekssystem zu überlegen. Mit dem derzeitigen Karteikartensystem ist es praktisch nicht möglich, die Übersicht über die Aufenthaltsabschnitte der WissenschaftlerInnen zu behalten. Oft sind daher Gäste bereits abgereist, bevor wir ausgeliehene Bücher zurückfordern können. In Zukunft wird der GBV seinen Mitgliedern auch die Portalsoftware VuFind zur Verfügung stellen (siehe z.B. TUBfind der Universitätsbibliothek der TU Hamburg-Harburg). Die Bibliotheken können so ihren Benutzern alle wichtigen Informationen und Dienstleistungen unter einer einheitlichen Oberfläche zur Verfügung zu stellen. Dies betrifft z. B. den lokalen OPAC, Verbundkataloge, Ausleihsystem (Ausleihen, Verlängerungen, Bestellungen, Vormerkungen), persönliche Profileinstellungen (Sprache, Suchmodus, bevorzugte Datenbanken), Warenkorb u.ä. Wir stellen auch Überlegungen an hinsichtlich der Integration von LibraryThing in OPAC-Anwendungen. Leser aus der ganzen Welt können sich hier ihren speziellen Interessengebieten entsprechend zusammenfinden und so weiterführende Literaturhinweise erhalten.
Nachlässe – Archivmaterialien
Im Hinblick auf Nachlässe, welche bereits teilweise über das Elektronischen Findbuch online präsent sind (Akten von Gerhard Höpp und Horst Krüger ), zeigt sich naturgemäß auch ein großes internationales Interesse für noch nicht erschlossene Dokumente (häufige Nachfragen per Telefon und E-Mail). Neben der forcierten Einarbeitung solcher Materialien existiert auch ein umfassendes Konzept für die Erschließung und Digitalisierung der übrigen am Institut aufbewahrten Aktennachlässe von Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft. Die Bedeutung von neueren, noch nicht in der Öffentlichkeit rezipierten Nachlässen sollte nämlich nicht unterschätzt werden. Dies betrifft z. B. die brisanten Akten aus dem Nachlass des Nahost-Korrespondenten Dr. Harald Vocke . Die Ordner mit journalistischen Arbeiten, die Harald Vocke publiziert hatte, handeln vom Jemen-Krieg, vom Libanon- und Palästina-Konflikt, von der ersten Ölkrise, der Situation der Christen im heutigen Orient und anderen zeithistorischen Problemen. Zudem hatte Vocke u.a. umfangreiches Material zu dem in Opposition zur NS-Regierung stehenden Diplomaten Albrecht von Kessel, private Informationen aus dem jordanischen Königshaus oder Kopien seltener Handschriften jemenitischer Volksdichtung gesammelt. Ebenso unbekannt ist die enorme Sammlung von Archivmaterial und grauer Literatur aus Kreisen des islamistischen Widerstandes der zweiten Hälfte des 20. Jh. im Steppat-Nachlass und in der Khalil-Schenkung. Auch die von Gerhard Höpp erstellte Datenbank arabischer KZ-Häftlinge müsste aufgearbeitet und für die Forschung zugänglich gemacht werden.
Weitere Maßnahmen
Bei der Verwaltung der Zeitschriftendatenbank (ZDB) in der Staatsbibliothek Berlin haben wir die Berechtigung für die direkte Titelaufnahme von Zeitschriften in der ZDB beantragt. Aufgrund unserer speziellen Bestände und Qualifikationen werden wir damit in Zukunft verantwortlich sein für die zentrale Aufnahme von Zeitschriftentiteln in diesem bundesweiten Nachweisinstrument. Perspektivisch sollten alle Jahrgänge arabischer Tageszeitungen in der ZMO-Bibliothek, die weder über die Online-Archive der Verlage, noch über die deutsche Fernleihe frequentiert werden können, von uns digitalisiert werden. Der Zerfall der Zeitungen ist zum Teil schon in einem fortgeschrittenen Stadium, weshalb diese im Original kaum mehr benutzt werden können. Durch Digitalisierung könnte die enthaltene Information für die gegenwärtige Forschung zugänglich gemacht und für die Nachwelt erhalten werden. Dies betrifft vor allem die Tageszeitungen ﺍﻟﺟﺰﻳﺮﺓ [al-Ǧazīra] (Saudiarabien, Jahrgänge 1984-2003), ﺍﻟﺜﻮﺭﺓ [aṯ-Ṯaura] (Irak, Jahrgänge 1977-1990), ﺍﻟﻘﺒﺲ [al-Qabas] (Kuwait, Jahrgänge 1988-1990). |