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Die somatische Nation: Anthropogenese und Fortschrittsglaube in Britisch-Indien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Dr. Franziska Roy

Dieses Projekt verbindet eine Langzeitstudie zu den Vorstellungen und Konnotationen des Begriffes  'Fortschritt', speziell in Bezug auf Ideen menschlicher Evolution innerhalb eines modernen Fortschrittsparadigmas, mit konkreten Fallstudien von populären (besonders körperlichen) Praktiken in Britisch-Indien in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts.
Menschlicher und gesellschaftlicher Fortschritt oder Niedergang – in dieser binären Opposition – beherrschten die Vorstellung vieler Zeitgenossen während und nach dem fin de siécle an den verschiedensten Orten einer globalisierten Welt. Das Projekt verfolgt die Auseinandersetzung politisierter Kreise in Südasien mit diesen Themen, am Beispiel jugendlich und militaristisch geprägter Freiwilligenverbände. Im Vordergrund stehen dabei die Entstehung und der gemeinsame Phänotyp solcher Gruppierungen sowie der Diskurs über die Interdependenz von menschlicher Entwicklung, wünschenswerten Eigenschaften eines ‚neuen Menschen‘ und Aufstieg der indischen Nation. Solche Fragen waren nicht zuletzt für die muslimische Minderheit Britisch-Indiens wichtig, welche den eigenen Platz in einem zukünftigen, freien Indien definieren musste. Daher wird im vorliegenden Projekt besonderes Gewicht auf die muslimischen Aktivisten (und, wo es sie gab, auch Aktivistinnen) in Südasien auf dem Weg zur Teilung Indiens 1947 gelegt.