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Gesellschaft zur Frderung des ZMO e.V.

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Verbundprojekte:

"Muslime in Europa"

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EUME -
Europa im Nahen Osten
Der Nahe Osten in Europa

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SFB 640 -
Repräsentationen sozialer Ordnungen im Wandel

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Das Forschungsprogramm

Das Forschungsprogramm des Zentrums umfasst gegenwärtig 3 interdisziplinäre Forschungsgruppen und 30 wissenschaftliche Mitarbeiter, die zu Aspekten der Geschichte und Kultur des „Modernen Orient“ seit dem 18. Jahrhundert arbeiten.

Das zentrale Forschungsprogramm des ZMO Muslimische Welten Welt des Islams? Entwürfe, Praktiken und Krisen des Globalen (2008-2013) untersucht ein breites Spektrum historischer wie gegenwärtiger Dynamiken innerhalb und zwischen muslimisch geprägten Gesellschaften seit dem 18. Jahrhundert sowie ihre Verbindungen nach Europa. Die breite Zusammenarbeit von Historikern, Ethnologen, Islamwissenschaftlern, Ökonomen, Psychologen und anderen Fachvertretern am Zentrum überschreitet die gängigen Grenzen der Regional- und Fachwissenschaften. Besonderen Nachdruck legen die Wissenschaftler auf kooperative und interdisziplinäre Grundlagenforschung, die auf intensiven Archiv- und Feldforschungen sowie der Kenntnis einer Vielzahl regionaler Sprachen beruht. Sie erforschen grundlegende und, wie besonders in jüngster Zeit deutlich geworden ist, für das Verständnis der Gegenwart notwendige Bereiche der außereuropäischen Moderne.

Das ZMO ist darüber hinaus Mitglied des Sonderforschungsbereichs 640 "Repräsentationen sozialer Ordnungen im Wandel. Interkulturelle und intertemporäre Vergleiche", der an der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt ist. (Juli 2004 – Juni 2008)

Im Rahmen des BMBF-Projektes "Muslime in Europa und ihre Herkunftsgesellschaften in Asien and Afrika" werden die Lebenswelten von europäischen Muslimen und ihre Verbindungen mit den Ursprungsländern untersucht.

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, die Fritz Thyssen Stiftung und das Wissenschaftskolleg zu Berlin haben von 2006 bis 2010 ein gemeinsames Forschungsprogramm zu "Europa im Nahen Osten - Der Nahe Osten in Europa" vereinbart. Die Fritz Thyssen Stiftung stellt dafür Mittel von mehr als 2 Millionen Euro zur Verfügung. Leitidee ist die Erforschung der politischen, sozialen, religiösen und kulturellen Verflechtungen zwischen Europa und dem Nahen Osten - in Geschichte und Gegenwart. Beteiligt sind Wissenschaftler der drei Berliner Universitäten, des Zentrums Moderner Orient, des Zentrums für Literaturforschung sowie Wissenschaftler aus anderen deutschen und europäischen Universitäten. Im Mittelpunkt steht ein Postdoktorandenprogramm. In den nächsten fünf Jahren werden 50 Nachwuchswissenschaftler aus dem Nahen Osten für jeweils ein Jahr an Berliner Forschungseinrichtungen eingeladen.
Prof. Ulrike Freitag und Dr. Nora Lafi vom Zentrum Moderner Orient in Berlin leiten hier das Projekt "Cities Compared: Cosmopolitanism in the Mediterranean and Adjacent Regions". Eine Zusammenfassung des daraus resultierenden Studienseminars "Transnational History in Ottoman Perspective: The Experience of the Ottoman Urban Studies Seminar at ZMO Berlin" findet sich im Palgrave Dictionary of Transnational History.

Das ZMO ist Teil des Verbundprojekts "Wege des Wissens. Transregionale Studien" am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen

Die ZMO-Reihe Studien veröffentlicht Forschungsergebnisse aus der Arbeit der einzelnen Projekte, Tagungsbände sowie ausgewählte Monographien, die das Forschungsprofil des Zentrums ergänzen. Neben den ZMO-eigenen Schriftenreihen im Klaus Schwarz Verlag werden Forschungsergebnisse in Monographien und Aufsätzen publiziert, die im In- und Ausland erscheinen. Dabei arbeiten alle Forscherinnen und Forscher entsprechend der Rules for Safeguarding Good Academic Practice.

Veranstaltungen

Jeweils am letzten Donnerstag im Monat lädt das ZMO zu einem öffentlichen Kolloquium ein. Hier stellen in- und ausländische Fachkollegen ihre Forschungsergebnisse zur Diskussion. In Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität findet im Semester alle 14 Tage mittwochs das Berliner Afrika-Kolloquium statt.

Um Forschungsergebnisse zu diskutieren, organisiert das ZMO darüber hinaus Workshops und internationale Tagungen. Zusätzlich gibt es Einzelveranstaltungen zu aktuellen wissenschaftlichen und politischen Themen, zum Teil in Kooperation mit nationalen oder internationalen Organisationen.

Vernetzung und Kooperation

Die Direktorin des ZMO ist gleichzeitig Professorin der Islamwissenschaft an der FU Berlin. Die Lehrtätigkeit von wissenschaftlichen Mitarbeitern an verschiedenen Fakultäten der Berliner Universitäten sowie an Hochschulen inner- und außerhalb Deutschlands trägt zur engen Verbindung von Lehre und Forschung bei. Die Betreuung von Dissertationen und von Post-Doc-Nachwuchswissenschaftlern gehört zu den Aufgaben des ZMO.

Das ZMO lädt ausländische Gäste zum gemeinsamen Forschen zu ein- bis zweimonatigen Forschungsaufenthalten nach Berlin ein. Hier stellen sie ihre Arbeit auch der interessierten Berliner Öffentlichkeit vor.

Über seine eigenen Projekte hinaus fördert das Zentrum die Vernetzung einschlägiger Forschungen und Institutionen auf regionaler und überregionaler Ebene. Enge Arbeitskontakte bestehen sowohl institutionell als auch im Rahmen der jeweiligen Projekte.

Bibliothek

Die Bibliothek des Zentrums ist als wissenschaftliche Spezialbibliothek für die am Zentrum angesiedelten Forschungsschwerpunkte konzipiert. Sie umfasst gegenwärtig ca. 50.000 Bände und verfügt über zirka 90 laufende Zeitschriften. Durch die Fritz und Gertraud Steppat-Schenkung sowie durch die Nachlässe des Afrika-Historikers Jürgen Herzog, des Nahost-Historikers Gerhard Höpp und des Indologen Horst Krüger verfügt sie über weitere wertvolle Quellen und seltene Sekundärliteratur. Sie ist eine Präsenzbibliothek. Fotokopiermöglichkeiten sind vorhanden.

Öffnungszeiten
Montag 9.00-15.30, Dienstag bis Donnerstag 9.00-17.00 und Freitag 9.00-13.00 Uhr. Studenten können Bücher über das Wochenende ausleihen (Ausleihordnung ).

Datenbank ber-waal

Im Auftrag der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin hat das ZMO eine integrierten Web-Datenbank erstellt: ber-waal. Diese Datenbank erfasst zur Zeit über 900 Berliner Wissensressourcen für die Regionen Asien, Afrika und Lateinamerika.

Hier finden Sie:

  • Institutionen, die sich auf Forschung und Lehre zu Gesellschaften und Staaten Asiens, Afrikas und Lateinamerikas konzentrieren;
  • Bibliotheken, Museen und Archive;
  • Zentren, Stiftungen und andere Einrichtungen, die regelmäßig Schriften publizieren, die akademischen Zwecken dienen;
  • Wissenschaftler mit mittelfristigen Projekten (mindestens 2 Jahre) in und zu Gesellschaften und Staaten Asiens, Afrikas und Lateinamerikas;
  • Individuelle Wissenschaftler und Experten mit langfristigen regionalen und thematischen Kompetenzen.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Öffentlichkeitsarbeit des ZMO wird von dem Prinzip geleitet, Fremdheit nicht künstlich zu konstruieren. Wir wenden uns gegen eine wissenschaftliche und publizistische Kulturalisierung globaler Konflikte. Das Zentrum trägt durch eine vielgestaltige Medienberatung und verschiedene Formate von Medienauftritten zu einer differenzierten Sichtweise auf die islamische Welt bei. Die Ergebnisse der Grundlagenforschung zu außereuropäischer Geschichte und Kultur bieten die nötige Tiefenschärfe für das Verständnis aktueller Problemstellungen. In diesem Sinne werden wissenschaftliche Ergebnisse für die öffentliche Diskussion aufbereitet. In der virtuellen Pressemappe finden Sie Texte und Fotos, die diesen Anspruch widerspiegeln und die wir Ihnen gerne für Ihre Arbeit zur Verfügung stellen.

Das Zentrum stellt seine Forschungsergebnisse dem Fachpublikum und der breiten Öffentlichkeit in folgenden Foren zur Verfügung:

Träger

Hervorgegangen aus einem Bereich der Akademie der Wissenschaften der DDR und 1992 auf Empfehlung des Wissenschaftsrates zunächst als „Forschungsschwerpunkt Moderner Orient“ unter dem Dach der Max-Planck-Gesellschaft neugegründet, wird das Zentrum seit Anfang 1996 vom Verein Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V. getragen, dem unter anderem die Berliner Universitäten und mehrere Akademien angehören. Seine Grundausstattung (ca. 1/3 der Gesamtkosten) wird vom Land Berlin getragen, während die laufenden Projekte größtenteils vom BMBF (Einzelprojekte auch von der Deutschen Forschungsgemeinschaft - DFG) begutachtet und finanziert werden.

Gründungsauftrag

Das ZMO wurde explizit in der forschungspolitischen Absicht gegründet, ein innovatives Element in das Wissenschaftssystem der BRD einzuführen:

„Der Wissenschaftsrat hat 1991 die Förderung geisteswissenschaftlicher Zentren in den neuen Ländern ausdrücklich mit der Lage und den Problemen der geisteswissenschaftlichen Forschung in ganz Deutschland verknüpft und betont, daß die Zentren als ein neuartiges Instrument der Förderung geisteswissenschaftlicher Forschung konzipiert sind. Vor diesem Hintergrund und unter Einbeziehung wichtiger Elemente der Empfehlungen der Präsidentenkommission ‚Geisteswissenschaften‘ der Max-Planck-Gesellschaft empfiehlt der Wissenschaftsrat die Einrichtung von Geisteswissenschaftlichen Zentren zur Förderung und Entwicklung interdisziplinärer, kooperativer und projektorientierter sowie kulturwissenschaftlich und international ausgerichteter Forschung in den Geisteswissenschaften.“ (Wissenschaftsrat Drs. 1751/94, Köln 1994)

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