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Motivationen und Folgen literarischen Schreibens in Alexandria nach 2011

Dr. Samuli Schielke

Ägypter/innen mit höherer Bildung schreiben häufig Poesie, Prosa und andere Texte mit literarischem Anspruch, obwohl die Leserschaft sehr klein ist. Seit 2011 ist literarisches Schreiben viel sichtbarer geworden, nachdem viele Autor/innen begonnen haben, online Texte zu veröffentlichen, die sie bisher aus verschiedensten Gründen für sich behalten hatten. Gleichzeitig sind zahlreiche neue Verlage gegründet worden und verschiedene Foren für literarischen Austausch haben sich etabliert, auch wenn sie nach wie vor nur einen kleinen Kreis Interessierter anziehen. Dieses Forschungsprojekt folgt den Lebenswegen und dem literarischen und sonstigen Wirken von Autor/innen in verschiedenen Milieus in Ägyptens zweitgrößter Stadt Alexandria. Wie gestalten sich Praxis, gesellschaftliche Bedingungen und die mögliche Folgen literarischen Schreibens in einer langfristigen biografischen Perspektive? Durch die Verbindung von literarischen Werken, ihren Themen und Stilen mit Fragen zu sozialen Beziehungen, persönlichen Eigenheiten, politischem und gesellschaftlichem Kontext, Lebensunterhalt und Ökonomie versucht das Projekt ein nicht reduktionistisches Verständnis der Zusammenhänge von Imagination, kultureller Produktion, materieller Bedingungen und gesellschaftlichem Wandel zu entwickeln. Das Forschungsprojekt baut auf der gemeinsamen Feldforschung von Schielke mit dem Alexandriner Romanautor Mukhtar Saad Shehata auf und hat einen stark kollaborativen Charakter. Die theoretischen Ansätze werden zusammen mit den Autor/innen diskutiert und entwickelt, über die das Projekt erzählt.