Gelebter Sozialismus: Zum Einsatz der FDJ-Brigaden der Freundschaft der ehemaligen DDR in Algerien 1964-1989: Entwicklungshilfe, Sozialismus und Diplomatie
Einzelprojekt von Crafting Entanglements: Afro-Asian Pasts of the Global Cold War (CRAFTE)
Das Dissertationsprojekt untersucht den Einsatz der FDJ-Brigaden („Brigaden der Freundschaft“) der ehemaligen DDR in Algerien im Zeitraum von 1964 bis 1989. Die Arbeit analysiert den Beitrag dieser Brigaden zur Entwicklungspolitik unmittelbar nach der algerischen Unabhängigkeit und beleuchtet ihre Funktion als Instrument einer „Nebenaußenpolitik“. Inmitten des Kalten Krieges dienten diese Einsätze dazu, die internationale Isolation der DDR zu durchbrechen und politische Anerkennung zu gewinnen. Das Projekt betrachtet die deutsch-algerischen Beziehungen aus einer kulturgeschichtlichen und historischen Perspektive und berücksichtigt dabei die deutsch-deutsche Systemkonkurrenz sowie die transnationale Triangulation zwischen Algerien, Deutschland und Frankreich.