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Podiumsdiskussion

Frauen gegen Gewalt an Frauen: Türkei, Nordafrika, Iran

Podiumsdiskussion mit Dr. Sonja Hegasy,  Dr. Azadeh Zamirirad, Dr. Raja Sakrani & Dr. Hürcan Asli Aksoy

In allen Ländern der Welt, in jedem Alter und in allen sozialen Schichten. Es gibt jedoch Strukturen, die Gewalt gegen Frauen erleichtern und die Täter schützen. In vielen Ländern machen vor allem Frauen auf dieses Problem aufmerksam und setzen sich für eine Änderung dieser Strukturen ein.
In Kurzvorträgen erläutern drei Wissenschaftlerinnen, auf welche besonderen Herausforderungen sie in Gesellschaften im Nahen und Mittleren Osten dabei treffen und wie sich Frauen dort gegen Gewalt gegen Frauen engagieren. Die Gesellschaft zu sensibilisieren, Gewaltopfer zu stärken und einen Wandel in Recht, Religion, Familie und Erziehung zu fördern, erfordert einen langen Atem.
Wenn die Sicherheitslage in einem Land instabil ist, Rechtsstaatlichkeit fehlt und Diskriminierung aufgrund von Herkunft geduldet wird, nimmt geschlechterbasierte Gewalt zu. Ökonomische Defizite und Chancenungleichheit auf dem Arbeitsmarkt, in der Schule und in der Familie verstärken das Problem. Zur Ausübung der demokratischen Mitspracherechten fehlt manchmal schon die Kenntnis der Rechte, manchmal die Zeit und in den harten und hier besonders relevanten Fällen die Ausübung gewaltsam unterbunden. Zu diesen Faktoren für Gewalt können eine schlechte Wohnsituation und fehlende Mobilität weiter beitragen.
Wer sich gegen Missbrauch, Frauenhandel, Verschleppung und Vergewaltigung, Zwangsheirat, Zwangsprostitution und andere Gräuel und Ungerechtigkeiten engagiert, weiß, dass sowohl ausgeübte als auch erlittene Gewalt Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft hat.
Nach einer thematischen Einführung zum Thema Gewalt gegen Frauen hören wir an drei Länderbeispielen (Tunesien/arabische Welt: Dr. Raja Sakrani; Iran: Dr. Azadeh Zamirirad; Türkei: Dr. Hürcan Aslı Aksoy), wie Gewalt gegen Frauen sich manifestiert, wie Frauen vor Ort dagegen ankämpfen und wie diesem Engagement begegnet wird. Das anschließende Gespräch moderiert Dr. Sonja Hegasy.

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