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Edward Saids verflochtene Pfade: Wissen und Biographie

PD Dr. Norman Saadi Nikro

In dem abschließenden, poetisch aufgeladenen Abschnitt seiner Autobiographie Am falschen Ort spricht Edward Said über sich selbst als Verkörperung einer Reihe von Strömungen, deren Dissonanzen unversöhnlich und disharmonisch bleiben: ‘I occasionally experience myself as a cluster of flowing currents. I prefer this to the idea of a solid self, the identity to which so many attach so much significance.’ Anknüpfend an den Tenor seiner Autobiographie suggeriert diese Dissonanz Saids  fortwährendes Interesse an der Verflechtung seines Lebenslaufs und seines kritischen Wirkens. Das beinhaltet die Frage, inwiefern die eigenen biographischen Impulse seine kritische Betrachtungsweise bezüglich der Funktion von Macht und Wissen beeinflussten. Das Projekt untersucht diese kritischen und kreativen Ansätze, die als Saids biographical inventory (biographisches Erbe)  und intersecting pathways (intersektionelle Wege) bezeichnet werden können. Dazu werden Interviews mit Intellektuellen und Kulturproduzenten aus seinem Umkreis geführt. Das Forschungsprojekt konzentriert sich auf Saids intellektuelle und existentielle Spuren auf dem Weg durch die materiellen und geistigen Hinterlassenschaften des Empires. Zwei zentrale Fragen stehen im Mittelpunkt: Wie ist Saids eigene Wissensproduktion im Rahmen des biographischen Erbes und der intersektionellen Wege zu verorten? Und: Wodurch wurde diese Wissensproduktion ermöglicht, insbesondere in Bezug auf die dissonanten Verflechtungen von Biographie und Geographie?