ZMO-Studien

ZMO publishes a refereed book series entitled ZMO-Studien, which consists of monographs submitted by internal and external researchers, as well as edited volumes. Since 2019, this series is published by Walter de Gruyter.

All ZMO-Studien that were published before 2007 are available as Open Access.

Latest volume (Nr. 28)

Alexander Benatar

Kalter Krieg auf dem indischen Subkontinent
Die deutsch-deutsche Diplomatie im Bangladeschkrieg 1971

In den Jahren 1971/72 waren in Mitteleuropa und Südasien zwei gegenläufige Bewegungen zu beobachten. Während die deutsch-deutsche Entspannungspolitik den Ost-West-Konflikt zu überwinden suchte, entspann sich zwischen den beiden Nachfolgestaaten Britisch-Indiens ein Krieg, der zur Teilung Pakistans und Gründung Bangladeschs führen sollte. Indien unterstützte die bengalische Unabhängigkeitsbewegung gegen die pakistanische Zentralregierung.

Entscheidend sind hierbei die unterschiedlichen Block-Allianzen der jeweils agierenden Nationalstaaten: Waren Bundesrepublik und DDR ihre Loyalitäten im Kalten Krieg recht klar, so blieben sie im bündnisfreien Indien bewusst weitaus unklarer. Dennoch war mit Abschluss des Indisch-Sowjetischen Freundschaftsvertrages im August 1971 eine (vor allem sicherheitspolitische) Annäherung der indischen Regierung an die UdSSR zu beobachten, derweil Pakistan schon früher zu einem wichtigen strategischen Partner der USA auf dem Subkontinent avanciert war.

Ausgehend von der Hypothese, dass für Bundesrepublik und DDR Anfang der 1970er Jahre die Auseinandersetzung miteinander ihre Loyalitäten im Kalten Krieg überwog, untersucht die vorliegende Arbeit die Haltung der beiden deutschen Staaten im Bangladeschkrieg.

Hrsg.: Leibniz-Zentrum Moderner Orient
Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V.
ZMO-Studien 38
2020
257 pages
De Gruyter
ISBN 978-3-11-068085-0
in stock; 79,95 €

OPEN ACCESS

Studie Nr. 37

Stephanie Zehnle

A Geography of Jihad
Sokoto Jihadism and the Islamic Frontier in West Africa

This book addresses the Jihad movement that created the largest African state of the 19th century: the Sokoto Caliphate, existing for 99 years from 1804 until its military defeat by European colonial troops in 1903. The author carves out the entanglements of jihadist ideology and warfare with geographical concepts at Africa’s periphery of the Islamic world: geographical knowledge about the boundary between the “Land of Islam” and the “Land of War”; the pre-colonial construction of “the Muslim” and “the unbeliever”; and the transfer of ideas between political elites and mobile actors (traders, pilgrims, slaves, soldiers), whose reports helped shape new definitions of the African frontier of Islam. Research for this book is based on the study of a very wide range of Arabic and West African (Hausa, Fulfulde) manuscripts. Their policies reveal the persistent reciprocity of jihadist warfare and territorial statehood, of Africa and the Middle East.

Ed.: Leibniz-Zentrum Moderner Orient
Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V.
ZMO-Studien 37
2020
718 p.
De Gruyter
ISBN 978-3-11-067536-8
in stock; 59 €

Studie Nr. 36

Barbara Christophe, Christoph Kohl und 
Heike Liebau (Hrsg.)

Geschichte als Ressource
Politische Dimensionen historischer Authentizität

Wann, wie und durch wen wird Geschichte zu einer politischen Ressource? Welche Rolle spielen dabei Prozesse und Praktiken des Authentisierens historischer Ereignisse, Abläufe oder Persönlichkeiten? Und welche Ziele verfolgen die beteiligten Akteure? Gegenwärtig wird die Kontrolle über die Deutung von Vergangenheiten zu einem umstrittenen Gut im Kampf um politische Macht und ökonomische Ressourcen. Gerade in Krisenzeiten, aber auch angesichts konkurrierender medialer Einflüsse werden Behauptungen von Authentizität genutzt, um Ansprüche auf historische »Wahrheiten« oder »richtige« Erinnerungen durchzusetzen. Die Autorinnen und Autoren nehmen Transformationsprozesse und Krisensituationen in postkolonialen, postsozialistischen und postimperialen Gesellschaften in Europa, Asien und Afrika in den Blick und analysieren Prozesse des Authentisierens sowie konkurrierende Ansprüche auf Authentizität. Sie beleuchten Zusammen hänge zwischen Authentizitätsbehauptungen, historischen Erfahrungen und Machtansprüchen. Nicht die »Geschichte« oder die »Erinnerung« werden behandelt. Vielmehr ermöglicht der Blick auf die Verflochtenheit lokaler, nationaler und transnationaler Ebenen eine Analyse der Beziehungen zwischen Produktion und Rezeption historischer Authentizität.

Ed.: Leibniz-Zentrum Moderner Orient
Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V.
ZMO-Studien 36
2017
320 p.
paperback
ISBN 978-3-87997-726-0
in stock; 32 €

Further Volumes

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