ZMO-Studien

Die Reihe ZMO-Studien veröffentlicht Forschungsergebnisse aus der Arbeit der einzelnen Projekte, Tagungsbände sowie ausgewählte Monographien, die das Forschungsprofil des Zentrums ergänzen. Die ZMO-eigene Schriftenreihe wird seit 2019 vom Verlag Walter de Gruyter publiziert.

ZMO-Studien, die vor 2007 erschienen sind, sind als Open Access Publikationen verfügbar.

Aktuelle ZMO-Studie

 

Stephanie Zehnle

A Geography of Jihad
Sokoto Jihadism and the Islamic Frontier in West Africa

This book addresses the Jihad movement that created the largest African state of the 19th century: the Sokoto Caliphate, existing for 99 years from 1804 until its military defeat by European colonial troops in 1903. The author carves out the entanglements of jihadist ideology and warfare with geographical concepts at Africa’s periphery of the Islamic world: geographical knowledge about the boundary between the “Land of Islam” and the “Land of War”; the pre-colonial construction of “the Muslim” and “the unbeliever”; and the transfer of ideas between political elites and mobile actors (traders, pilgrims, slaves, soldiers), whose reports helped shape new definitions of the African frontier of Islam. Research for this book is based on the study of a very wide range of Arabic and West African (Hausa, Fulfulde) manuscripts. Their policies reveal the persistent reciprocity of jihadist warfare and territorial statehood, of Africa and the Middle East.

Hrsg.: Leibniz-Zentrum Moderner Orient
Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V.
ZMO-Studien 37
2020
718 Seiten
De Gruyter
ISBN 978-3-11-067536-8
lieferbar; 59 Euro

Studie Nr. 36

Barbara Christophe, Christoph Kohl und 
Heike Liebau (Hrsg.)

Geschichte als Ressource
Politische Dimensionen historischer Authentizität

Wann, wie und durch wen wird Geschichte zu einer politischen Ressource? Welche Rolle spielen dabei Prozesse und Praktiken des Authentisierens historischer Ereignisse, Abläufe oder Persönlichkeiten? Und welche Ziele verfolgen die beteiligten Akteure? Gegenwärtig wird die Kontrolle über die Deutung von Vergangenheiten zu einem umstrittenen Gut im Kampf um politische Macht und ökonomische Ressourcen. Gerade in Krisenzeiten, aber auch angesichts konkurrierender medialer Einflüsse werden Behauptungen von Authentizität genutzt, um Ansprüche auf historische »Wahrheiten« oder »richtige« Erinnerungen durchzusetzen. Die Autorinnen und Autoren nehmen Transformationsprozesse und Krisensituationen in postkolonialen, postsozialistischen und postimperialen Gesellschaften in Europa, Asien und Afrika in den Blick und analysieren Prozesse des Authentisierens sowie konkurrierende Ansprüche auf Authentizität. Sie beleuchten Zusammen hänge zwischen Authentizitätsbehauptungen, historischen Erfahrungen und Machtansprüchen. Nicht die »Geschichte« oder die »Erinnerung« werden behandelt. Vielmehr ermöglicht der Blick auf die Verflochtenheit lokaler, nationaler und transnationaler Ebenen eine Analyse der Beziehungen zwischen Produktion und Rezeption historischer Authentizität.

Hrsg.: Leibniz-Zentrum Moderner Orient
Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V.
Reihe: ZMO-STUDIEN 36
2017
320 Seiten
Taschenbuch
ISBN 978-3-87997-726-0
lieferbar; 32 Euro

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