Lebensalter und Generation

In einer Welt, in der die Lebenserwartung steigt, werden Generationenbeziehungen neu gestaltet. Damit verbundene Debatten und soziale, institutionelle, zeitliche und räumliche Praktiken sind auch in Afrika, Asien und dem Nahen Osten Ergebnis und Grundlage längerfristiger Transformationsprozesse, die spezifische demographische Strukturen hervorbringen. Ohne die zahlreichen aktuellen Studien zu Jugend auszuklammern, konzentriert sich die Arbeit des Forschungsfeldes auf Akteure mittleren Alters und alte Menschen und stärkt die historische Perspektive. Das Forschungsfeld fragt nach dem Einfluss staatlicher und zivilgesellschaftlicher Organisationen auf Konzeptionen von Lebensalter. Es untersucht, inwiefern Urbanisierung, Infrastrukturentwicklung und Migration Generationenbeziehungen stabilisieren oder brüchig machen. Wie wird in diesem Zusammenhang das Thema Gerechtigkeit zwischen den Generationen neu verhandelt? Inwiefern werden historisch verankerte Ideen über das „richtige“ Älterwerden und den moralisch akzeptablen, alternden Körper in diesen Neuverhandlungen hinterfragt und transformiert?

Projekte des Forschungsfeldes

PD Dr. Katrin Bromber

Veterans, Volunteers and Welfare in Colonial and Postcolonial East Africa

Dozent Dr. Samuli Schielke

The Search for a Normal Life: House-building and Home-making between Egypt, Europe and the Gulf (Thyssen)

Dr. Nitin Sinha

‘Fixing’ the Future: Money, Morality, and Modernity

Dr. Aksana Ismailbekova

Future Building in Central Asia: Intergenerational Cooperation, Infrastructure, and Translocal Mobilities

Dr. Sarah Jurkiewicz

Liminal Spaces: Topographies of Political and Social Change in Morocco, Egypt and Palestine (VW)

Kyara Klausmann

A Global History of Political Thought at Kabul University, 1964–1992