Schenkung Prof. Dr. Werner Ende

Prof. Dr. Werner Ende

Eine Sammlung von Forschungsliteratur (388 Monographien und 296 Sonderdrucke) zu den Themen Wahhābīya, Salafīya und Zwölferschia (bes. Libanon, Irak und Arabische Halbinsel) sowie zu dem arabischen Aufstand im Ersten Weltkrieg und den islamischen Reformbewegungen des 20. Jh. übergab Prof. Werner Ende der Bibliothek des ZMO. Zu diesem Anlass hielt er am 13. November 2014 einen Vortrag über den muslimischen Gräberkult und seine Feinde am Beispiel der Auseinandersetzungen um den Friedhof Maqbarat al-Baqīʿ in Medina.

Prof. Ende wurde 1937 in Wittenberg geboren und absolvierte in Halle eine Buchhandelslehre. Nach dem Studium der Arabistik und Islamwissenschaft in Halle (1958-60), Hamburg (1960-65) und Kairo (1963-64) schloss er Promotion (1965) und Habilitation (1973/74) in Hamburg ab. 1969-71 folgte eine Tätigkeit als Wissenschaftlicher Referent am Orient-Institut der DMG in Beirut. In Hamburg lehrte er von 1977 bis 1983 als Professor für Gegenwartsbezogene Islamwissenschaft und war von 1983 bis 2002 Inhaber des Lehrstuhls für Islamwissenschaft am Orientalischen Seminar der Universität Freiburg. Seit seiner Emeritierung lebt er in Berlin. Werner Ende war 1992 maßgeblich an der Schaffung des damaligen Forschungsschwerpunkts Moderner Orientbeteiligt - in Folge einer Evaluierung der Akademie der Wissenschaften der DR durch den Wissenschaftsrat - sowie 1996 an der Gründung des ZMO als außeruniversitäres Geisteswissenschaftliches Zentrum der historischen Kultur- und Sozialwissenschaften. Ein Überblick über die von ihm verfassten Publikationen (bis 2002) findet sich in einem Schriftenverzeichnis in: Rainer Brunner et al. [Hrsg.]: Islamwissenschaft ohne Ende. Festschrift für Werner Ende zum 65. Geburtstag. Würzburg 2002, S. XIX-XXIV.