Ulrike Freitag – Cross-cutting research

Kulturgeschichte Saudi-Arabiens in translokaler Perspektive im 20. Jahrhundert

Prof. Dr. Ulrike Freitag

Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Kulturgeschichte Saudi-Arabiens in translokaler Perspektive. Aktuelle werden eine Reihe von Teilaspekten bearbeitet. Dabei geht es zum einen um ein intellektuelles Netzwerk von Bibliophilen, Herausgebern, Druckern und Lesern, das sich um das Aufspüren, die Edition und den Druck arabischer Handschriften zwischen Jidda, Kairo, Damaskus und Baghdad gebildet hatte. Dieses Netzwerk, das auf der Grundlage einer Briefesammlung in Kairo untersucht wird, umfasste Muhammad Nasif, einen der führenden Notabeln und Intellektuellen aus Jidda. Dies ist Teil eines größeren Projekts, das sich mit der Einbettung des Hijaz und Saudi-Arabiens in die arabische und muslimische Welt befasst.

Das zweite Unterprojekt betrifft die saudische Gegenwartskunst. Diese wird als ein Prisma untersucht, welche eine Reihe aktueller Entwicklungen im Land reflektiert, wobei sich die Forschung auf wandelnde Fragen von Identitäten konzentriert. Hier ist ein wichtiges Thema, wie sich Kunst mit dem städtischen Raum auseinandersetzt, der einer dramatischen Wandlung unterworfen ist und gleichzeitig als eine wichtige Ressource für das kollektive Gedächtnis bildet. Dieses Thema wird im Kontext kritischer Kunstpraktiken auch in anderen arabischen Staaten betrachtet.

Das dritte Teilprojekt vergleicht sozio-kulturelle Konfigurationen maritimen Austauschs in der Welt des westlichen Indischen Ozeans. Dieses Projekt wird in einem Handbuchbeitrag über Hafenstädte des Indischen Ozeans im 19 und 20. Jahrhundert seinen Abschluss finden.