Umwelt und Gerechtigkeit

Zuhause in Aleppo. Erfahrungen und Erinnerungen

Lisa Jöris

Aleppo gilt spätestens seit 2012 als eine geteilte Stadt: im Verlaufe des Krieges wurde ein großer Teil über mehrere Jahre von Oppositionellen kontrolliert, während der andere Teil weiterhin in den Händen der syrischen Regierung verblieb. Gleichzeitig ist Aleppo bekannt für seine Diversität und Heterogenität vor Ausbruch des Krieges: in der Stadt lebte eine Vielzahl verschiedener ethnischer und religiöser Gruppen. Verschiedene Viertel waren bekannt als kurdisch, armenisch, christlich, konservativ, liberal etc. Vor diesem Hintergrund untersucht dieses Projekt Zusammenleben in der Millionenstadt vor 2011. Dabei steht das Thema „Wohnen“ im Fokus. Wie suchten und fanden Aleppiner*innen Wohnraum? Welche Faktoren begünstigten bzw. erschwerten einen Zuzug in ein bestimmtes Viertel? Welche Ressourcen fanden sich im baulichen und im sozialen Umfeld ausgewählter Nachbarschaften?

Dieses Forschungsprojekt ist Teil des Verbundprojekts „Normalität und Krise: Die Erinnerung an den Alltag in Syrien als Chance für den Neuanfang in Deutschland“.